Wenn man das Glück hat einen Menschen wie Katja Schanz vor der Linse zu haben, sind die Chancen natürlich hoch, an außergewöhnliche Bildergebnisse zu gelangen. Trotzdem gibt man sich als Fotograf jedes Mal besondere Mühe ein so gutes Portrait zu machen, das sowohl der Fotografierten, wie auch ihren potentiellen Auftraggebern sofort ins Auge sticht.

Portrait Katja Schanz

Katja Schanz ist Schauspielerin am Theater und beim Film. Aber nicht nur das. Sie arbeitet auch als Sprecherin und wird demnächst hier auf bildwerck.tv auch zu hören sein. Katja ist zudem Trainerin und unterrichtet Improvisation, Sprache, Bühnenpräsenz und Schauspieltechnik.

Ihr vielseitiges Talent äußert sich natürlich auch in eindrucksvoller Weise bei einem Portrait vor einer Fotokamera.

Ich hatte Gelegenheit Katja am Ende ihrer zehnmonatigen Tournee mit Comoedia Mundi in Landshut zu fotografieren. Wir verbrachten den Nachmittag auf dem Theatergelände direkt an der Isar zwischen den Theaterwägen und –zelten, mitten im Zentrum der Stadt. Landshut war nicht nur die letzte Station der Tournee, es war auch der letzte Tag bevor alles abgebaut wurde. Es wehte ein besonderer Wind zwischen den Zeltplanen.  Die Zeit verging im Flug, wir fotografierten in verschiedene Outfits an den unterschiedlichsten Orten auf dem ganzen Gelände.

Schauspieler bei der Arbeit

Was mich an der Arbeit mit Katja beeindruckte, war ihre Fähigkeit die verschiedensten Emotionen mit ihrer Körpersprache, Gestik und Mimik hervorzurufen. Gut, man kann behaupten, das macht ja schließlich den Beruf des Schauspielers aus. Es hat mich aber trotzdem beeindruckt, denn ich hatte nicht den Eindruck, dass sie mir etwas vorspielt.

Katja Schanz

Vielleicht ist es eher so, dass man als Schauspieler die jeweilige Emotion wirklich in sich erzeugt und dann von innen nach außen trägt. Es wirkt überzeugend, weil es echt ist. Das Spiel, das im Wort Schauspielen steckt, wäre dann das Wie. Welche Geste, Haltung und Mimik man (er-)findet. Der menschliche Körper gibt ja schon die Richtung vor. Man kann ja nicht keine Haltung einnehmen. Wenn man spricht, kann man ja nicht keinen Tonfall wählen. Je nachdem welches Gefühl einen bestimmt – also mir sieht man das immer an… Das funktioniert auch umgekehrt. Nimmt man eine bestimmte Haltung ein, stellt sich das zugehörige Gefühl ein.

Hängen Sie sich doch mal einen halbe Stunde lang an so einen Wagen wie Katja und lachen Sie was das Zeug hält… Ich finde, man kann diese Übereinstimmung von Innenleben und äußerer Haltung in den Bildern erkennen.

Das Shooting mit Katja hat bei mir zweierlei bewirkt. Eine Szene folgte der anderen, neues Outfit, anderer Ausdruck, anderer Ort, anderes Licht. Es war wie wenn ein Wort das andere gibt, eine Art Flow. Aber das meine ich nicht. Es gab noch etwas anderes.

Zu einem bestimmten Zeitpunkt kam mir ein Begriff in den Sinn: Western. Und ich dachte mir das könnte zu dem altmodischen Objektiv passen, das ich eigentlich nur beiläufig mit eingesteckt hatte. Ein altes Hundertfünfer mit Blende 2,5 ohne Autofokus. Ich hab das mal gebraucht erstanden, es hat mir aber damals im Gegenlichteinsatz nicht gefallen und lag eigentlich nur rum. Um die Wahrheit zu sagen, ich hatte es noch nie auf meiner aktuellen Kamera, wusste aber, dass es technisch funktioniert. Mit anderen Objektiven dieser Bauart hatte ich das schon ausprobiert.

Mit Retro-Technik zum schönen Portrait

Nikon 2,5/105mm

Die Linse ist laut Seriennummer Baujahr 1972 und wurde insgesamt über gut vier Jahrzehnte lang seit 1960 in verschiedenen Versionen hergestellt. Man stellt die Schärfe mit der Hand ein, aber das geht richtig gut. Alles aus Metall, formgewordene Präzision. Man ist etwas langsamer als mit Autofokus. Mit etwas Übung ist der Unterschied wohl nicht sehr groß, vergleicht man es mit der Methode des Scharfstellens und der anschließenden Schwenkens zur Ausschnittsbestimmung. Man kann gut dosieren, der Verstellweg beträgt etwa eine halbe Umdrehung, und der Fokusring läuft immer noch butterweich. Das ist für die Benutzung durch eine menschliche Hand entworfen und nicht nach den Vorgaben, die ein AF-Schrittmotor erfordert.

Man konnte es schon auf dem Kameradisplay sehen. Das Ding erzeugte einen anderen Look, von dem ich gleich begeistert war. Ich bin mit der Beurteilung am Display immer etwas vorsichtig. Aber im Endergebnis war es genau das, was ich mir vorgestellt habe. Von der Schärfe her, ohne das jetzt wissenschaftlich auszutesten, war es auch nicht schlechter als mein geliebtes 70 – 200.

Nikon 2.5/105mm im Vergleich zu Nikon AF 2.8/105mm Makro

Hier sieht man den Apparat und im Vergleich dazu eine aktuelle Version eines Hundertfünfers, ein 105 2.8 Macro. So sehen knapp sechzig Jahre Produktentwicklung aus.

Aber ich erwähne das Objektiv noch aus einem anderen Grund. Denn das Shooting mit Katja hat bei mir noch etwas ausgelöst. Die eine Szene und der Retrolook dieser Optik ließ in meiner Vorstellung eine Bildidee für die Bildbearbeitung aufleuchten. Oft ist man da ja etwas unentschieden, und probiert erst dies und das, bis man sich entscheidet.

Aber hier war der Fall klar.

“Enhance what’s there” – die Bildbearbeitung als letzter Schliff

Ich kann mich nicht erinnern, von wem dieser Satz ist. Aber er fällt mir in diesem Moment ein, wo ich das hier schreibe. Und das war es, was ich mit den Bildern vorhatte. Verstärken, was bereits da ist. Und damit zurück zu Katja. Die gesamte Bildbearbeitung folgt dem, was Katja bei dem Shooting gezeigt hat. Es ist die ganze Bandbreite von sweet bis tough, von happy bis dark zu sehen. Mit der Bearbeitung habe ich das verstärkt. “Enhance what’s there” – Manche übersetzen enhance mit aufbohren…

Manchmal hat Bildbearbeitung etwas Beliebiges oder folgt einem Trend, ohne zwingend und überzeugend zu sein. Zugegeben, manches ist wirklich stark bearbeitet und wird vielleicht nicht jedem gefallen. Aus meiner Sicht funktioniert das aber gut, solange es eine Verbindung zwischen inhaltlicher Aussage und Bearbeitung gibt. Ich verwende Capture One.

Portrait Katja Schanz

Portrait Katja Schanz

Das entscheidende Stichwort lautet hier Color Balance, eine Funktion, die auch subtiles Colorgrading ermöglicht. Diese Funktion stammt eigentlich aus der Videobearbeitung und funktioniert recht intuitiv.

Es gibt die drei Räder für Schatten Mitten und Lichter. Man kann getrennt den Farbton, die Sättigung und die Helligkeit der drei Bereiche verändern, indem man entweder in den Kreis klickt, bzw, an den Anfassern zieht. Ansonsten funktioniert Capture ähnlich wie andere Programme dieser Art. Für mein Empfinden ist es recht wirksam und klar in der Wirkung. Auch die lokale Anwendung gefällt mir gut.

Wie bei jeder Software, muss man sich etwas damit auseinandersetzen und nicht nur einmal im Monat benutzen und Softwarevorlieben sind natürlicherweise immer subjektiv.

Darum geht´s bei einem Portrait

Das Portraitshooting mit Katja bestätigt mir wieder eines. Wichtig bei einem Portrait ist, dass man echt ist, nichts vorspielt, dass man authentisch ist. Man muss dazu kein Schauspieler sein. Authentisch, oder echt ist man oft bei dem, was man gut kann oder was man gerne tut.

Deswegen ist ein Portrait immer eine spannende Sache, auch wenn es einmal nicht um Bilder von Berühmtheiten, Stars und Prominenten geht. Sondern beispielsweise um ein Portrait von Ihnen. Bei dem, was Sie gut können, wo Sie routiniert und souverän sind. Ein Bild, wo man erkennen kann, wofür Sie stehen und wofür Sie sich einsetzen.


Möchten auch Sie ein authentisches, ein echtes Bild von sich?

Ein gutes Portrait wirkt. Es setzt den Menschen in Szene. Es zeigt vielleicht auch die Ecken und Kanten eines Menschen. Und weckt so Vertrauen. Eben ganz authentisch und echt.

Wann dürfen wir Sie in Szene setzen? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns (Kontaktformular unten), wir freuen uns auf Sie!


Link zur Webseite von Katja Schanz www.katjaschanz.de


 

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